Ursprung

Der Komplex des Weinguts La Mejorada befindet sich in 5 Kilometern Entfernung der Stadt Olmedo in der Provinz Valladolid.
Der Name ‘La Mejorada’ hat seinen Ursprung im 14. Jahrundert, als María Pérez, eine Einwohnerin Olmedos, eine Erhöhung ihres Erbes erhielt, die die Bereiche im Umland des Weinguts La Mejorada beinhaltete. Gottselig der Jungfrau, errichtete María Pérez, ‘die Bessere’ (sig. la mejorada) ein bescheidene Eremitage. Erst im 15. Jahrhundert jedoch erbaute eine kleine Gemeinschaft von Hieronymitenönchen ein Kloster, das seither unter der Schirmherrschaft Fernando I., der später zu Fernando I. von Aragón wurde, stand. Es war der Buchhalter Fernandos I, Velasco Hernández Becerra, der die Mudejarkapelle errichtete, die als Familiengrab diente. Die Kapelle ist ein charakteristisches Beispiel für die Einflüsse der islamischen Kultur in die Höfe Kastiliens. Sie ist vollständig erhalten und zählt seit 1931 als nationales Monument.

Wegkreuzung

Wegkreuzung in Kastilien im 15. und 16. Jahrhundert, wurde die Herberge des Klosters La Mejorada schnell zu einem Treffpunkt, der regelmäßg von wichtigen Persönlichkeiten wie den Katolischen Königen, Carlos V und Felipe II besucht wurde. Ein Beweis der hohen Bedeutung des Klosters ist, das Christopher Columbus hier im Jahr 1497 seine Memoiren verfasste. Auch dass einer unserer bekanntesten Bildhauer, Alonso Berruguete, im Jahre 1525 das Altarbild der Kapelle (heute im Nationalen Museum der Skulpturen konserviert) neu gestaltete, spricht für die Wichtigkeit der Einrichtungen.

Während des 17. und 18. Jahrhunderts blieb la Mejorada ein wohlhabendes Kloster. Die Hieronymitenmönche pflegten eine aktive Gemeinde, die sich gleich für die Kultur und den landwirtschaftli¡chen Arbeiten interessierte. Die erhaltenen Weinpressen sind Belege für die Bedeutung des Weinbaus und der Weinbereitung im leben der Mönche. Die Gärten und die Wassermühlen – die Namensgeber für zwei der Weine (Las Cercas und Las Norias) des Guts sind – die Pforten, der Staudamm, der zur Versorgung mit Fisch diente, der Taubenschlag, das Pilgerhaus, die Mülen und die Schleusen am Fluss Adaja und die Kornspeicher…all die sind Werke, die aus dieser Epoche stammen. Zwischen 1744 und 1774 lebte Fray Antonio von Potones im Kloster, ein Architekt, der sicher auch in die erw¨hnten Werke eingriff.

Von der Säkularisierung bis heute

Das Leben im Kloster La Mejorada wurde vom Unabhängigkeitskrieg unterbrochen, während dessen es gänzlich zerstört wurde. Einzig die Mudejarkapelle blieb erhalten. Mit der Mendizabál-Säkularisierungverschwanden die Hieronimytenmermönche und das Kloster ging in privaten Besitz über. Im Jahre 1892 wurde es von Dominikern erworben, die wichtige Renovierungen unternahmen, um in ihm eine Schule einzurichten. In 1984 trennten sie sich wieder von ihrem Besitz, womit die landwirtschaftliche Nutzung der Anlage begann. Im Jahre 1999 kaufte die Gesellschaft der Weingüter La Mejorada die Bestäde des alten Klosters, mitsamt seiner 140 Hektar Ländereien. Von diesem Zeitpunkt an begann die Pflanzung der Weinreben und die Arbeiten an der Renovierung. 2004 wurden die Kellereien und die Bereiche um den Klosterhof eingeweiht. Im Jahr 2007 ging das Kloster La Mejorada in den Besitz der Familiengesellschaft Rafael Moneo über.